Münchener Anwaltverein

Ihr Termin beim Anwalt

Eine gute Bearbeitung Ihrer Angelegenheit setzt voraus, dass sowohl die Anwältin/der Anwalt als auch Sie immer gut vorbereitet sind auf jeden Ihrer Termine, insbesondere aber auf Ihren ersten Termin.

Es empfiehlt sich daher bereits bei der ersten Kontaktaufnahme, in der Regel beim ersten Anruf, Ihr Anliegen in groben Zügen zu schildern. Dies ermöglicht Ihrer Anwältin/Ihrem Anwalt sich auf Ihr individuelles Anliegen einzustellen und sich darauf vorzubereiten, gegebenenfalls Rücksprache mit Ihnen zu halten oder auch Ihnen auftragen zu können, welche Unterlagen und Informationen für den Termin dringend benötigt werden.

Bei der Vorbereitung auf den ersten Besprechungstermin ist es sinnvoll, wenn Sie sich alle Punkte, die Sie Ihrer Anwältin/Ihrem Anwalt mitteilen wollen und alle Fragen, die Sie unbedingt beantwortet haben, notieren. Notieren Sie aber auch scheinbar Unwichtiges oder Umstände, die auch nur eventuell mit Ihrem Anliegen zu tun haben. Ihre Anwältin/Ihr Anwalt wird das Wichtige vom Unwichtigen, das rechtlich erhebliche vom rechtlich unerheblichen trennen und den für die rechtliche Beurteilung entscheidungswesentlichen Sachverhalt herausarbeiten.

Voraussetzung dafür ist aber auch, dass Sie offen und umfassend über Ihr Anliegen sprechen. Ihre Anwältin/Ihr Anwalt ist zur Verschwiegenheit verpflichtet, Schweigen gegenüber Ihrer Anwältin/Ihrem Anwalt ist nicht „Gold“ wert, sondern kann für Sie mit nachteiligen, insbesondere kostspieligen, Folgen verbunden sein. Die Pflicht Ihrer Anwältin/Ihres Anwalts zum Schweigen gilt gegenüber jedermann, d.h. auch für den Fall, dass Ihre Anwältin/Ihr Anwalt als Zeuge auftreten soll oder bei ihr/bei ihm eine Beschlagnahme oder eine steuerliche Betriebsprüfung durchgeführt werden soll. Die Pflicht zum Schweigen endet nicht nach Beendigung des Mandats, sondern besteht für immer fort.

Welche Unterlagen Sie zu Ihrem ersten Besprechungstermin in jedem Fall mitbringen sollten, hängt davon ab, welchem Rechtsgebiet Ihr Anliegen zuzuordnen ist.

Hilfe zur Vorbereitung auf Ihren ersten Besprechungstermin bietet Ihnen unsere Checkliste.

In Strafsachen
Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft
Aktenzeichen der Polizei
Gegebenenfalls Anklageschrift
Sonstiger Schriftverkehr

In Familiensachen
Heiratsurkunde
Einkommensnachweise
Je nach Art der Erwerbstätigkeit Lohnzettel, Einkommenssteuerbescheide (soweit verfügbar) der vergangenen drei Jahre
Abstammungsurkunden

In Bußgeldsachen
Aktenzeichen der Polizei
Vernehmungsprotokoll
Anhörungsbogen der ermittelnden Behörde
Bußgeldbescheid
Name und Nummer Ihrer Rechtsschutzversicherung

In Inkassosachen
Alle das Rechtsgeschäft begründende Verträge
Rechnungen
Mahnungen
Bisheriger Schriftwechsel
Name und Nummer Ihrer Rechtschutzversicherung

In Verkehrsunfallsachen
Unfallbogen der Polizei, ersatzweise Aktenzeichen
Schadenmeldung
Name und Nummer der Kfz-Haftpflichtversicherung sowie der Rechtsschutzversicherung
Gutachten, wenn vorhanden
Reparaturrechnung, wenn vorhanden
Sonstiger Schriftwechsel

In Arbeitsrechtssachen
Arbeitsvertrag
Kündigung und/oder Abmahnungen, Zeugnis, Abrechnung
Name und Nummer der Rechtsschutzversicherung
Sonstiger Schriftwechsel

In Mietrechtssachen
Mietvertrag
Nebenkostenabrechnungen
Beschlüsse der Eigentümerversammlungen
Name und Nummer der Rechtsschutzversicherung
Sonstiger Schriftwechsel

Rechtsanwältin Andrea Ernestine Lehner, Oberschleißheim
www.lehner-law.eu