Kulturprogramm
Herbst/Winter 2020

  • ENTFÄLLT: Michael Armitage. Paradise Edict

    Die Führung muss leider auf Grund des Lockdown entfallen.

    Freitag, 04. Dezember 2020, um 18.30 Uhr, Haus der Kunst
    Treffpunkt Foyer 15 Minuten vor Führungsbeginn (Maximal 9 Teilnehmer)
    Führung mit Dr. Angelika Grepmair-Müller


    Der britisch-kenianische Maler (geb. 1984 in Nairobi, Kenia) ist binnen kürzester Zeit zu einer der spannendsten jungen Stimmen der Gegenwartskunst avanciert. In seinen großformatigen, farbintensiven Ölgemälden gelingt es ihm, europäische Maltradition mit spezifisch ostafrikanischen kulturellen Themen zu verbinden.
    Inspiration zieht er aus tagespolitischen Ereignissen, Popkultur, Folklore und persönlichen Erinnerungen, die er zu mythisch aufgeladenen und traumhaft anmutenden Bildern verwebt. In Nairobi entstehen die Zeichnungen und Vorstudien, die er später in seinem Studio in London zu komplexen Kompositionen weiterentwickelt.
     

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  • Kunst und Kapitalverbrechen. Veit Stoß, Tilman Riemenschneider und der Münnerstädter Altar

    Donnerstag, 04. Februar 2021, um 18.30 Uhr
    Bayerisches Nationalmuseum (Maximal 8 Teilnehmer)
    Führung mit Dr. Angelika Grepmair-Müller

    1503 fälschte der Nürnberger Bildhauer Veit Stoß einen Schuldschein. Die kriminelle Tat wurde aufgedeckt, der Künstler eingekerkert und  gebrandmarkt. Er verlor Ehre wie öffentliches Ansehen und floh aus Furcht vor noch härterer Bestrafung nach Münnerstadt am Rand der  Rhön. Dort bemalte er die Flügel des 1490/92 vom Würzburger Bildschnitzer Tilman Riemenschneider für die Stadtpfarrkirche geschaffenen  Altarretabels. Farbenprächtig schildern diese Szenen die Legende des heiligen Kilian. Sie gelten als die einzigen Gemälde von Stoß. In der  gleichen Zeit schuf er eine Reihe eindrucksvoller Kupferstiche. Wie die Malereien sind sie einzigartige künstlerische Zeugnisse der von der  kriminellen Verfehlung überschatteten Phase seines Lebens, in der Aufträge ausblieben.

    Veit Stoß zählt zu den bedeutendsten Meistern der süddeutschen Spätgotik. Mit den genannten Gemälden, sämtlichen seiner graphischen  Blätter, Arbeiten fränkischer Zeitgenossen sowie Objekten der Rechtsgeschichte und der Alltagskultur – vom Folterwerkzeug bis zum kostbaren Schmuck – erzählt die Ausstellung die spannende Geschichte des Münnerstädter Altars. Sie bietet den Genuss hochrangiger Kunst und lenkt den Blick auf den Zusammenhang von Verbrechen und künstlerischer Praxis. (Text: Bayerisches Nationalmuseum)

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  • Vorschau: Bertel Thorvaldsen

    Donnerstag, 11. März 2021, um 18.30 Uhr,
    Glyptothek, Königsplatz 3, 80333 München
    (Maximal 14 Teilnehmer)
    Führung mit Dr. Angelika Grepmair-Müller

    2020 wurde der 250. Geburtstag des berühmten dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen begangen. Der bayerische König Ludwig I. verehrte Thorvaldsen sehr. Die Sonderausstellung „Bertel Thorvaldsen und Ludwig I. Der dänische Bildhauer in bayerischem Auftrag“ geht der Beziehung zwischen Staatsmann und Künstler sowie ihren heute noch sichtbaren Spuren in München nach. Sie knüpft an die im Thorvaldsens Museum in Kopenhagen gezeigte Sonderausstellung „Face to Face. Thorvaldsen and Portraiture“ (8.3.–31.12.2020) an. Beide Ausstellungen finden 2020/21 im Rahmen des deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahres statt.

    In München liegt der Schwerpunkt auf der vielschichtigen Verbindung zwischen Thorvaldsen und Ludwig I. Mit dem Ort, der Glyptothek, ist Thorvaldsen auf mehreren Ebenen verbunden. Noch als Kronprinz hat ihm Ludwig die Restaurierung der Ägineten (1816-18) übertragen. Diese früh-griechischen Giebelfiguren vom Aphaiatempel auf der Insel Ägina sind der größte Schatz des Museums. Ihre Restaurierung war ein neuartiges Unterfangen, für das Ludwig mit Thorvaldsen den besten Bildhauer seiner Zeit gewinnen konnte. Die Sonderausstellung zeichnet in mehreren Stationen die Biografie des dänischen Künstlers nach. Sie hebt dessen Verbindungen zu München und speziell zum Kronprinzen und späteren König Ludwig I. als Bewunderer und Auftraggeber hervor.