Kulturprogramm
Herbst 2019

September 2019

  • Wo die Geister wandern. Literarischer Spaziergang durch Schwabing

    Donnerstag, 26. September 2019 – Treffpunkt um 17:45 Uhr Wedekindplatz am Brunnen (U-Bahn Münchener Freiheit, Ausgang Feilitzschstraße)
    Literarischer Spaziergang mit Dr. Dirk Heißerer (Dauer ca. 2 Std.)
    Gebühr 10,00 Euro

    Der Klassiker. Ein Brunnen erinnert an Frank Wedekind und „des Glückes Launen“. Thomas Mann schrieb hier seine Romane Buddenbrooks (1901) und Königliche Hoheit (1909); sein Bruder Heinrich Mann den Untertan (1914/18). Vom Simplicissimus geht es zum Blauen Reiter und zur Weißen Rose. Paul Klee und Ernst Toller fanden Zuflucht im Schloss Suresnes, Rainer Maria Rilke wohnte in der Villa Alberti am Englischen Garten und war Nachbar des Zeichners Olaf Gulbransson in seinem „Kefernest“. Der Spaziergang endet am Haus Franz-Joseph-Str. 2. (Text: Dr. Dirk Heißerer)
     

Oktober 2019

  • In einem neuen Licht. Kanada und der Impressionismus

    Dienstag, 22. Oktober 2019, Treffpunkt um 18:00 Uhr in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
    Führung mit Dr. Ulrike Kvech-Hoppe

    Zum ersten Mal in Europa präsentiert die Kunsthalle München Meisterwerke kanadischer Impressionisten vom späten 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Ihre Spur führt zunächst nach Paris, wo sich viele kanadische Maler aus-bilden ließen. Einige blieben in Europa, andere kehrten in ihre Heimat zurück – mit einem vom Impressionismus geprägten Interesse, die Stimmung des Augenblicks einzufangen. Neben Szenen aus dem kanadischen Alltag schufen sie Landschaftsbilder, in denen sie das einzigartige Licht und die Natur des Nordens festhielten. Schließlich emanzipierten sich viele Maler und Malerinnen vom europäischen Impressionismus und schufen für ihre junge Nation eine ganz eigene, unverwechselbare Kunst. Eine Ausstellungskooperation mit der National Gallery of Candada in Ottawa. (Text: Dr. Ulrike Kvech-Hoppe)
     

November 2019

  • Markus Lüpertz - Die Zone der Malerei

    Donnerstag, 21. November 2019 um 18:30 Uhr, Haus der Kunst
    Führung mit Dr. Kvech-Hoppe

    Im Herbst 2019 präsentiert das Haus der Kunst eine umfassende Einzelausstellung zum Werk von Markus Lüpertz (*1941), die die unterschiedlichen Aspekte seiner spezifischen Bildsprache aufgreift. Lüpertz zählt zu den zentralen Künstlerfiguren der deutschen Nachkriegszeit. Seine Arbeit wurde vielfach kontrovers diskutiert. Lüpertz‘ oft monumentale Gemälde vermitteln Bedeutung durch Bilder, die für etwas anderes stehen als für das, was sie scheinbar darstellen. Ein solcher Ansatz stellt die abgebildeten Dinge, die man auf den Gemälden zu erkennen glaubt, infrage, statt sie zu bestätigen; damit wird die Abwesenheit dessen impliziert, das hier vergegenwärtigt zu werden scheint. Lüpertz ist ein grundlegend häretischer Künstler: Er arbeitet gegen bekannte ästhetische Kategorien, um eine eigene Zone in der Malerei zu etablieren. Banale Objekte erhalten eine sakrale Qualität, die man ihnen normalerweise nicht zuschreibt. Lüpertz‘ Ästhetik wird vielfach auf Schlagworte reduziert – plötzliche Verschiebung des Maßstabs, extrem vergrößerte Motive, ungewöhnliche Perspektiven, diskordante Farben und ein erregter Pinselstrich. Damit sind jedoch noch längst nicht alle künstlerischen Strategien benannt. Denn seit Beginn seiner Karriere steht im Mittelpunkt seines Schaffens die Idee von etwas unwiederbringlich Verlorenem, das in großen Teilen mit der Apokalypse in der jüngeren deutschen Geschichte zusammenhängt.

    Im Bewusstsein der Geschichte des ehemaligen ‚Hauses der Deutschen Kunst‘, das der staatlich sanktionierten Kunst des nationalsozialistischen Deutschland eine Bühne bot, stimmt Lüpertz‘ Ausstellung nachdenklich. Ein Kapitel der Ausstellung zeigt Arbeiten, bei denen der Betrachter mit der Funktionalisierung von Kunst in den Jahren 1933 bis 1945 konfrontiert ist. (Text: Dr. Ulrike Kvech-Hoppe)

Dezember 2019
  • LEBENSMENSCHEN Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin

    Dienstag, 03.12.2019 um 17:45 Uhr, Kunstbau im Lenbachhaus
    Führung mit Dr. Angelika Grepmair-Müller

    Alexej von Jawlensky (1864–1941) und Marianne von Werefkin (1860–1938) sind in den Kanon der Kunstgeschichte als eines der wegweisenden Künstlerpaare der Avantgarde eingegangen. 1909 gehörten sie zu den Initiatoren der Neuen Künstlervereinigung München, aus der zwei Jahre darauf der Blaue Reiter hervorging. Damit haben sie nicht nur Kunstgeschichte geschrieben, sondern auch individuell sowie als Paar einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Moderne am Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet. Bisher wurden sie jedoch noch nie als private wie künstlerische "Partner" in einer Ausstellung vorgestellt.

     

Januar 2020
  • LEBENSMENSCHEN Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin

    Sonntag, 19. Januar 2020 um 10:45 Uhr, Kunstbau im Lenbachhaus
    Führung mit Dr. Ulrike Kvech-Hoppe

    Alexej von Jawlensky (1864–1941) und Marianne von Werefkin (1860–1938) sind in den Kanon der Kunstgeschichte als eines der wegweisenden Künstlerpaare der Avantgarde eingegangen. 1909 gehörten sie zu den Initiatoren der Neuen Künstlervereinigung München, aus der zwei Jahre darauf der Blaue Reiter hervorging. Damit haben sie nicht nur Kunstgeschichte geschrieben, sondern auch individuell sowie als Paar einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Moderne am Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet. Bisher wurden sie jedoch noch nie als private wie künstlerische "Partner" in einer Ausstellung vorgestellt.