Kulturprogramm
Herbst/Winter 2020

  • Ready to go! Schuhe die bewegen.

    Mittwoch, 28. Oktober 2020, um 16.15 Uhr, Münchner Stadtmuseum (max. 9 Teilnehmer)
    Führung mit Dr. Ulrike Kvech-Hoppe
    Treffpunkt: jeweils 15 Minuten vor Führungsbeginn in der Kassenhalle.


    Ein Muss diesen Herbst ist der Ausstellungsbesuch im Stadtmuseum. Anhand von 500 Paar
    Schuhen wird die Geschichte und die W irkmacht der Schuhmode vorgeführt. In einem großen
    Defilee ziehen Schuhe als Statussymbol der Adeligen, als Fetisch für Sammler, als Befriedigung
    und Erregung für den Voyeur, als Machtdemonstration und Verführung oder als Statement einer
    Gruppenzugehörigkeit an uns vorbei. Exorbitante Designs für High Heels der Drag Queens, Lust
    und Pein, enge, geschnürte und kurvige Silhouetten, Eleganz von Dior, Ferrargamo, Christian
    Louboutin oder Stuart Weitzmann bestechen. Lassen Sie sich verführen!

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  • Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre

    Mittwoch, 11. November 2020, um 17.00 Uhr, Münchner Stadtmuseum (St.-Jakobsplatz 1)
    Treffpunkt Foyer 15 Minuten vor Führungsbeginn (Maximal 9 Teilnehmer)
    Führung mit Dr. Angelika Grepmair-Müller

    Die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum beleuchtet eine Zeit der Extreme und Gegensätze,
    voller Hoffnung und Elend, Licht und Schatten, die auch Assoziationen an die Gegenwart wecken.
    Im Dialog zwischen Malerei und Fotografie stellt die Ausstellung Höhepunkte einer Kultur vor,
    die künstlerisch voller Innovationen steckte und in der sich zugleich Vorboten des kulturellen
    Niedergangs im Nationalsozialismus mehrten. Die moderne Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit
    in der Malerei und des Neuen Sehens in der Fotografie strebte eine sachliche und realistischveristische
    Wiedergabe des Bildgegenstands an. Charakteristisch ist der kühle distanzierte Blick
    auf das Geschehen, der die Welt ohne Illusionen, nüchtern und weitgehend emotionslos erfasst.
    In Abkehr von dem hymnischen Pathos des Expressionismus richteten die Maler*innen
    nunmehr ihre Aufmerksamkeit auf vermeintlich Banales, auf den Alltag der Großstadt und auf
    „häßliche“ Sujets. (Text: Münchener Stadtmuseum)

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  • Michael Armitage. Paradise Edict

    Freitag, 04. Dezember 2020, um 18.30 Uhr, Haus der Kunst
    Treffpunkt Foyer 15 Minuten vor Führungsbeginn (Maximal 9 Teilnehmer)
    Führung mit Dr. Angelika Grepmair-Müller


    Der britisch-kenianische Maler (geb. 1984 in Nairobi, Kenia) ist binnen kürzester Zeit zu einer der spannendsten jungen Stimmen der Gegenwartskunst avanciert. In seinen großformatigen, farbintensiven Ölgemälden gelingt es ihm, europäische Maltradition mit spezifisch ostafrikanischen kulturellen Themen zu verbinden.
    Inspiration zieht er aus tagespolitischen Ereignissen, Popkultur, Folklore und persönlichen Erinnerungen, die er zu mythisch aufgeladenen und traumhaft anmutenden Bildern verwebt. In Nairobi entstehen die Zeichnungen und Vorstudien, die er später in seinem Studio in London zu komplexen Kompositionen weiterentwickelt.
     

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  • Kunst und Kapitalverbrechen. Veit Stoß, Tilman Riemenschneider und der Münnerstädter Altar

    Donnerstag, 04. Februar 2021, um 18.30 Uhr
    Bayerisches Nationalmuseum (Maximal 8 Teilnehmer)
    Führung mit Dr. Angelika Grepmair-Müller

    1503 fälschte der Nürnberger Bildhauer Veit Stoß einen Schuldschein. Die kriminelle Tat wurde aufgedeckt, der Künstler eingekerkert und  gebrandmarkt. Er verlor Ehre wie öffentliches Ansehen und floh aus Furcht vor noch härterer Bestrafung nach Münnerstadt am Rand der  Rhön. Dort bemalte er die Flügel des 1490/92 vom Würzburger Bildschnitzer Tilman Riemenschneider für die Stadtpfarrkirche geschaffenen  Altarretabels. Farbenprächtig schildern diese Szenen die Legende des heiligen Kilian. Sie gelten als die einzigen Gemälde von Stoß. In der  gleichen Zeit schuf er eine Reihe eindrucksvoller Kupferstiche. Wie die Malereien sind sie einzigartige künstlerische Zeugnisse der von der  kriminellen Verfehlung überschatteten Phase seines Lebens, in der Aufträge ausblieben.

    Veit Stoß zählt zu den bedeutendsten Meistern der süddeutschen Spätgotik. Mit den genannten Gemälden, sämtlichen seiner graphischen  Blätter, Arbeiten fränkischer Zeitgenossen sowie Objekten der Rechtsgeschichte und der Alltagskultur – vom Folterwerkzeug bis zum kostbaren Schmuck – erzählt die Ausstellung die spannende Geschichte des Münnerstädter Altars. Sie bietet den Genuss hochrangiger Kunst und lenkt den Blick auf den Zusammenhang von Verbrechen und künstlerischer Praxis. (Text: Bayerisches Nationalmuseum)

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