Kulturprogramm
Herbst 2019

  • LEBENSMENSCHEN Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin

    Sonntag, 19. Januar 2020 um 10:45 Uhr, Kunstbau im Lenbachhaus
    Führung mit Dr. Ulrike Kvech-Hoppe

    Alexej von Jawlensky (1864–1941) und Marianne von Werefkin (1860–1938) sind in den Kanon der Kunstgeschichte als eines der wegweisenden Künstlerpaare der Avantgarde eingegangen. 1909 gehörten sie zu den Initiatoren der Neuen Künstlervereinigung München, aus der zwei Jahre darauf der Blaue Reiter hervorging. Damit haben sie nicht nur Kunstgeschichte geschrieben, sondern auch individuell sowie als Paar einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Moderne am Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet. Bisher wurden sie jedoch noch nie als private wie künstlerische "Partner" in einer Ausstellung vorgestellt.

  • ANTHONIS VAN DYCK (1599-1641)

    Mittwoch, 22. Januar 2020, um 18.30 Uhr, Alte Pinakothek
    Führung mit Dr. Ulrike Kvech-Hoppe

    Anthonis van Dyck – in ganz Europa wurde er gefeiert für seine Porträts von Fürsten, Feldherren, Künstlern
    und Schönheiten seiner Zeit. Sie alle wurden von ihm unvergleichlich lebendig und zugleich repräsentativ ins Bild gebannt. Doch der Weg zum Ruhm war kein einfacher: Seine künstlerischen Anfänge standen im Zeichen des berühmten Peter Paul Rubens, dem gleichermaßen bewunderten wie fast übermächtigen Vorbild, das
    seine frühen Historienbilder prägte. Erst in Italien, unter dem Einfluss der venezianischen Malerei, von Tizian
    und Tintoretto, fand er seinen eigenen Weg.

    Mit rund 100 Exponaten, darunter zahlreiche Leihgaben von Museen und Privatsammlungen in Europa und
    den USA, zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung von Van Dyck nach und bringt dem Besucher eine Künstlerpersönlichkeit nahe, die auf der Suche war, im Ringen mit der eigenen Kreativität und den künst-
    lerischen Zielen. Die intensive Auseinandersetzung mit den Vorbildern führte letztlich von der Historien- zur
    Porträtmalerei, mit der Van Dyck zu einem der bekanntesten und gefragtesten Maler seiner Zeit aufstieg. Der hohen Nachfrage begegnete er mit effizienten Produktionsmethoden und einer arbeitsteilig organisierten Werkstatt, und so tritt er uns nicht nur als Künstler, sondern im gewissen Sinne auch als Unternehmer vor Augen. (Text: Pressetext zur Ausstellung, Alte Pinakothek)

  • Die Fäden der Moderne. Matisse, Picasso, Miró und die französischen Gobelins

    Mittwoch, 19. Februar 2020, um 18.15 Uhr, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
    Führung mit Dr. Ulrike Kvech-Hoppe

    Seit mehr als 400 Jahren steht die Pariser Gobelin-Manufaktur für Webkunst von höchster Qualität. Anhand einer Vielzahl großformatiger Wandteppiche spannt die Ausstellung den Bogen vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die Gegenwart und zeigt, wie überraschend modern dieses noble Handwerk tatsächlich ist. Nach 1945
    begann die Gobelin-Manufaktur verstärkt mit den namhaftesten französischen und internationalen Künstlern
    zusammenzuarbeiten, unter ihnen Henri Matisse, Pablo Picasso, Le Corbusier, Joan Miró, Louise Bourgeois.
    Ausgehend von ihren Vorlagen entstanden in hunderten von Arbeitsstunden textile Meisterwerke, die nun
    zum ersten Mal in Deutschland präsentiert werden.

    Eine Ausstellungskooperation mit dem Mobilier National, Paris. (Text: Dr. Ulrike Kvech-Hoppe)